Förderverein Posaunenwerk Hannover e.V.

Musik und Worte für die Seele - und für den guten Zweck

Nach wie vor ist unsere Bläser-CD zu haben, die erstmals im Herbst 2009 erschienen ist. Die Landesposaunenwarte unserer Landeskirche musizieren gemeionsam mit Kollegen aus Nordelbien, Margot Käßmann steuert Texte bei. Der Titel lautet: „Himmelwärts - Musik und Worte für die Seele“, der Erlös kommt der Stiftung Posaunenwerk zugute.

Hartmut Merten sprach mit Günter Marstatt, dem Koordinator des Gemeinschaftsprojekts von Michaeliskloster Hildesheim und Förderverein Posaunenwerk Hannover e.V., über die Idee.

„Besonders freut uns die Zusammenarbeit mit Margot Käßmann“, sagte Marstatt mit Blick auf die Wortbeiträge der ehemaligen Landesbischöfin von Hannover. Das Zusammentreffen der Musik mit Texten aus mehreren Jahrhunderten empfindet der Landesposaunenwart des Sprengels Göttingen als spannend. Die Beiträge – teils aus der Feder von Margot Käßmann – seien auffordernd, manche eher nachdenklich oder auch besinnlich. Dazu kommt die Musik: Neben Marstatt selbst sind Henning Herzog (Bezirk Hannover), Reinhard Gramm (Stade), Silke Lindenschmidt (Hildesheim), Ulf Pankoke (Lüneburg) und Christian Fuchs (Osnabrück) zu hören. Als Gäste sind zwei Landesposaunenwarte aus der Nordelbischen Kirche mit dabei: Daniel Rau spielt die Bassposaune, Werner Petersen die Tuba. So ergibt sich eine Besetzung mit vier Trompeten, drei Posaunen und einer Tuba, zudem kommt zuweilen eine Hornbesetzung zum Einsatz.

„Wir haben 20 der großen evangelischen Choräle ausgewählt“, sagt Marstatt, „Lieder, die seit Jahrhunderten die Menschen trösten und erfreuen.“ Zu den klassischen Gesangbuchliedern gibt es Choralbearbeitungen unterschiedlicher Stilrichtungen, Vorspiele oder auch Choralmeditationen zu hören. „Wir befinden uns damit im Zentrum evangelischer Kirchenmusik“, so Marstatt, der das Ensemble mit seiner Posaune bereichert.

Ein weiteres Kriterium für die Auswahl war laut Marstatt der meditative Charakter. „Ich sehe in unserer Gesellschaft eine breite Sehnsucht nach innerer Ruhe und Einkehr“, sagt der Berufsmusiker. „Musik und Worte für die Seele“ sei ein anspruchsvoller Titel. Doch der Absolvent der Norddeutschen Musikakademie Detmold ist sicher: „Diese CD mit dem herrlichen Klang der Trompeten und Posaunen spricht viele an.“

Während Käßmann ihre Wortbeiträge am Rande des Bremer Kirchentages im Mai 2009 aufnehmen ließ, standen für das Blechbläserensemble zunächst drei Probentage im Kalender. An drei weiteren Tagen im Juni konnten in Bremen die Tonaufnahmen durch das Studio Thein erfolgen. Die Arbeitsatmosphäre in der Kirche Alt-Aumund, die wegen ihrer guten Akustik ausgewählt worden war, beschreibt Marstatt als „sehr konzentriert“. Das Ensemble spielte 49 Musiktitel mit einer Gesamtlänge von 57 Minuten ein.

Mitunter habe es eine Weile gedauert, bis nicht nur die Musiker, sondern auch der Aufnahmeleiter zufrieden waren. Friedrich Thein gilt als einer der renommiertesten Tontechniker Deutschlands, produziert zum Beispiel seit Jahren die Weihnachts-Fernsehsendung mit dem Bundespräsidenten.

Das Booklet verweist neben den Texten der Wortbeiträge und Gesangbuchlieder auf die Möglichkeit der Verwendung in Andachten oder kleinen Gottesdienstformen. Christine Tergau-Harms vom Michaeliskloster Hildesheim, die die Texte für die CD zusammengestellt hat, hat eine entsprechende „Gebrauchsanleitung“ erarbeitet. Sie ist in der hauseigenen Zeitschrift „Für den Gottesdienst“ erschienen.

Schließlich betont Günter Marstatt den guten Zweck: der Verkaufserlös nach Abzug der Produktionskosten sei für die Stiftung Posaunenwerk bestimmt. Damit werde vor allem die Nachwuchsarbeit nachhaltig gefördert. „Die CD eignet sich ebenso als wunderbares Geschenk“, empfiehlt Marstatt, „nicht zuletzt zu Weihnachten…“

Hörbeispiele

  • "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren". Choralvorspiel von Johannes Muntschick

  • "Sollt ich meinem Gott nicht swingen". Choralbearbeitung von Werner Petersen